Auch in diesem Jahr hat WTW wieder eine äußerst interessante Studie über die von Unternehmen innerhalb der Eurozone getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen nach IFRS und US-GAAP durchgeführt. Die Studie für das Jahr 2023 erfasst Daten für ca. 2200 Leistungspläne (Defined Benefit) in der Eurozone. 65% der Pläne bilanzierten dabei nach IAS 19 und 35% der Pläne nach ASC 715.
Des Weiteren wird in der Studie auch die Entwicklung der Kapitalmärkte im Jahr 2023 und der Inflationsraten in der Eurozone dargestellt. Zudem werden interessante Hintergrundinformationen und Anmerkungen zu den dargestellten Ergebnissen geliefert.
Moderater Rückgang des internationalen Rechnungszinses …
Aus Unternehmenssicht etwas unerfreulich war im Jahr 2023 die Entwicklung des internationalen Rechnungszinses, welcher ausgerechnet zum Jahresende seinen Tiefstand erreichte. Lag dieser zum 31. Dezember 2022 in der Eurozone für die in die Studie einbezogenen Pläne im Durchschnitt noch bei 3,71% pa, so war bis zum 31. Dezember 2023 ein moderater Rückgang auf 3,22% pa zu verzeichnen. Dies führte zu einem Anstieg der Brutto-Verpflichtung (DBO/PBO), je nach Duration der Verpflichtung, von 7% bis 12%.
Ursächlich für den Zinsrückgang im November und Dezember 2023 waren die überzogenen Erwartungshaltungen der Marktteilnehmer an Leitzinssenkungen für das Jahr 2024. Eine Einschätzung, die bereits im Folgemonat, u.a. infolge der die Januar-Sitzungen von EZB und FED begleitenden Verlautbarungen, bereits wieder ein Stück weit revidiert werden musste.
