Herzlichen Glückwunsch zu den europäischen IPE Awards im Jahr 2024 – eine beeindruckende Serie von Auszeichnungen, die der Bosch Pensionsfonds in den letzten Jahren erhalten hat.
Gordon Teckentrup:
Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung mit drei weiteren europäischen IPE Awards in den Kategorien Best DC & Hybrid Strategies Europe, Best Pension Fund in Germany und Best Corporate Pension Fund Europe.
Diese aktuellen Auszeichnungen ergänzen die beeindruckende Liste von insgesamt 30 europäischen Preisen, die wir in den vergangenen Jahren für den Bosch Pensionsfonds erhalten haben.
Für uns ist diese Anerkennung ein Beweis für unsere Leistung und unser Engagement im Bereich der betrieblichen Altersversorgung. Doch diese Auszeichnungen sind kein Selbstzweck, sondern unterstreichen unseren Anspruch, unseren Mitarbeitenden und Leistungsempfängern erstklassige bAV-Services und Leistungen zu bieten.
Gleichzeitig dienen sie uns als Motivation, auch in Zukunft Spitzenleistungen zu erbringen und weiterhin führend zu sein.
Im Oktober haben wir gemeinsam den Vortrag „Schneller, besser, smarter: KI in der betrieblichen Altersversorgung“ auf der Handelsblatt-Tagung in Berlin gehalten. Mein Eindruck war, dass die bAV-Community sehr beeindruckt war, wie Bosch die KI im HR-Bereich und auch für die bAV einsetzt. Wie ist Ihre Wahrnehmung?
Gordon Teckentrup:
Ich teile den Eindruck, dass unser Vortrag auf der Handelsblatt-Tagung in Berlin sehr positiv aufgenommen wurde. Sowohl während der Konferenz als auch im Nachgang haben wir viele Fragen zu unserer Lösung erhalten. Dies ist sicherlich auf die Geschwindigkeit, die Größenordnung sowie die Breite und Konsequenz der Umsetzung der Bosch KI-Strategie im HR-Bereich und der bAV zurückzuführen.
Bosch hat frühzeitig auf eine KI-Strategie gesetzt, auch im HR-Bereich. Das ist besonders wichtig, wenn man bedenkt, dass wir weltweit rund 400.000 Mitarbeitende betreuen, davon etwa 135.000 in Deutschland. Im Bereich der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland sprechen wir von fast 250.000 Anwärtern und Leistungsempfängern. Schon allein aufgrund dieser Größenordnung ist der Einsatz einer KI-Lösung für uns ein logischer Schritt.
Ein konkretes Beispiel verdeutlicht dies: Unsere zentrale Plattform myHR bietet allen Mitarbeitenden umfassende Informationen zu HR-Themen. Dennoch ist es für viele nicht einfach, schnell und gezielt die relevanten Themenseiten zu finden – sei es aufgrund der Komplexität der Themen oder der Fachsprache, die nicht immer intuitiv verständlich ist.
Daher haben wir uns entschieden, unsere Mitarbeitenden mit einer KI-gestützten Lösung zu unterstützen. Beispielsweise ermöglicht es unser KI-gestützter Chatbot ROB den Mitarbeitenden, ihre Fragen in natürlicher Sprache zu stellen. ROB liefert entweder direkt eine Antwort oder verweist bei Spezialthemen auf die passenden Seiten. Beispielsweise bei Fragen zur aktuellen Anwartschaft der betrieblichen Altersversorgung verweist ROB direkt auf unseren Online Kontoservice.
KI-basierende Chatbots sind inzwischen recht verbreitet, welche spezifischen Herausforderungen stellen sich denn im HR-Bereich?
Gordon Teckentrup:
ROB ist nicht nur eine schnelle „Bring your own data (BYOD) and chat“-Lösung, die im HR-Kontext riskant wäre: Unsere Lösung geht über die allgemeinen GenAI-Q&As hinaus und stellt sicher, dass die richtigen personalisierten Informationen in globalem Maßstab bereitgestellt werden.
Im Unterschied zu herkömmlichen Chatbots passt ROB die Antworten an die persönliche Situation des Anfragenden an. Dank der Identifikation des Nutzers und der verfügbaren Daten schneidet ROB Informationen spezifisch auf den Mitarbeitenden zu und berücksichtigt bei seiner Antwort die individuell geltenden Regelungen auf Basis des Landes, des Unternehmens und des Standorts. Außerdem sind die Antworten auf die Rolle des Fragestellers abgestimmt; Manager und HR-Mitarbeitende enthalten weitergehende Informationen, die für ihre jeweiligen Aufgaben relevant sind.
Dieser Ansatz bietet entscheidende Vorteile: Die Mitarbeitenden sparen Zeit und erhalten gezielt relevante Informationen, ohne sich durch Regelwerke oder Texte in Fachsprache arbeiten zu müssen. Gleichzeitig wird die Organisation entlastet, da eine große Anzahl an Anfragen automatisiert beantwortet wird. Geplant ist, viele integrierte KI- und Smart-Automation-gestützte HR-Self-Services und Workflow-Prozesse in ROBs Benutzeroberfläche zu integrieren, um den Mitarbeitenden einen einfachen Anlaufpunkt für alle HR-Themen mit einer intuitiven Benutzererfahrung zu bieten. Zum Beispiel können sich bereits heute Mitarbeitende über ROB für Smart Work Abroad bewerben, die Voraussetzungen werden im Chat geprüft.


