Die Pensionswerke der DAX-Unternehmen haben 2025 einen historischen Höchststand erreicht: Der Ausfinanzierungsgrad stieg im Jahresvergleich um fünf Prozentpunkte auf 87 % – der höchste Wert seit Beginn der Auswertungen. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort und verschafft Unternehmen deutlich mehr finanziellen und strategischen Handlungsspielraum.
Die Ergebnisse basieren auf der aktuellen WTW-Studie „DAX-Pensionswerke 2025“, die 30 Geschäftsberichte der 40 DAX-Unternehmen auswertet und damit rund 94 % der gesamten Pensionsverpflichtungen und Vermögen abdeckt.
Zinsanstieg und robuste Kapitalmärkte entlasten Pensionswerke
Das Kapitalmarktjahr 2025 war geprägt von hoher Unsicherheit: Handelskonflikte, geopolitische Spannungen und volatile Märkte führten zu wiederkehrenden Schwankungen. Dennoch entwickelten sich die Kapitalmärkte insgesamt positiv:
- Rechnungszins steigt auf 4,10 % (Median, +67 Basispunkte)
- Aktienmärkte schließen das Jahr mit deutlichen Gewinnen
- Pensionsvermögen leicht rückläufig (258 Mrd. EUR; –1,1 %) aufgrund höherer Auszahlungen
- Pensionsverpflichtungen gehen stärker zurück (298 Mrd. EUR; –6,3 %)
Die Kombination aus hoher Verzinsung langlaufender Anleihen und stabilen Kapitalmärkten hat damit maßgeblich zur deutlichen Verbesserung der Pensionswerkskennzahlen beigetragen.
2026: Inflationserwartungen und Geldpolitik im Fokus
Auch zum Jahresauftakt 2026 bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Steigende Energiepreise infolge geopolitischer Konflikte haben die Inflationserwartungen in der Eurozone deutlich erhöht. Parallel dazu rechnen Märkte mit möglichen weiteren EZB-Zinserhöhungen, während in den USA eher Zinssenkungen erwartet werden – jedoch in geringerem Umfang als zuvor angenommen.
Diese Entwicklungen treiben die Volatilität der Rechnungszinse und erhöhen den Druck auf eine vorausschauende Steuerung der Pensionswerke.
Investmentstrategien passen sich der neuen Marktphase an
Vor dem Hintergrund volatiler Märkte und geopolitischer Risiken überdenken viele Unternehmen ihre strategische Asset Allokation.
Drei Trends prägen die Landschaft:


