Immer mehr Mitarbeitende erwarten regelmäßige, detaillierte und auf Anhieb verständliche Informationen zu ihrer betrieblichen Altersversorgung sowie ggf. zu flexiblen, individuell wählbaren Benefits. Darin steckt eine große Chance für Unternehmen. Wenn sie klar kommunizieren, welche Leistungen sie bieten, stärkt das ihr Arbeitgeber-Image. Es wird leichter, gute Mitarbeitende zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden.
Besonders für jüngere Arbeitnehmer ist die bAV ein wichtiges Thema. Unter 35-jährige Arbeitnehmende nennen die bAV (32 Prozent) fast genauso oft wie die gesetzliche Rente (33 Prozent) als wichtigste Einkommensquelle im Ruhestand, wie die WTW-Studie „bAV aus Mitarbeitersicht“ zeigt. Drei Viertel der Arbeitnehmende geben an, sie seien bereit, einen Teil ihrer Bezüge in eine garantierte Rente umzuwandeln.
Dass dies in der Praxis wesentlich seltener in die Tat umgesetzt wird, mag nicht zuletzt an der Komplexität der bAV liegen. Vor allem aber kennt und versteht nur die Hälfte der Arbeitnehmer den für sie gültigen Pensionsplan. Angesichts der öffentlichen Debatte um die Altersversorgung geht ein Großteil der Unternehmen davon aus, dass der Informationsbedarf der Mitarbeitenden und Betriebsrentner in den kommenden Jahren weiter steigen wird.
Personalabteilungen haben daher die Aufgabe, bAV-Themen für die Mitarbeitende so umfassend und zielgruppengerecht darzustellen, dass sie den spezifischen Mitarbeiterinteressen entsprechen und sich alle Mitarbeitergruppen abgeholt fühlen. Mitarbeitende, die ihren Pensionsplan verstehen, werden ihre Vorsorgevorsätze eher in die Tat umsetzen. Weil moderne Versorgungswerke zahlreiche Entscheidungen von den Mitarbeitenden erfordern, ist es unerlässlich, die Informationen strukturiert und verständlich vorzulegen. Das gilt z. B. für Fragen wie:
- Was bringt mir eine Entgeltumwandlung?
- Welche Leistungen kann ich wählen?
- Wie hoch ist der Spareffekt?
- Mit welcher Rentenleistung kann ich rechnen?
- Wie sicher ist die Kapitalanlage?
Kommunikationsbedarf besteht jedoch nicht nur mit Blick auf die bAV. Viele Mitarbeitende kennen den Wert ihres gesamten Vergütungspakets nicht, da nur ein Anteil unmittelbar ausgezahlt wird. Erst eine Übersicht über alle Bestandteile der Vergütung (in einem Gesamtvergütungsausweis oder „Total Rewards Statement“) erlaubt es den Mitarbeitenden, die Leistungen des Arbeitgebers wahrzunehmen und angemessen zu würdigen.
Dabei ist die konsistente Darstellung der Gesamtvergütung keineswegs trivial. Zusatzleistungen wie die betriebliche Altersversorgung erfordern eine besondere Berücksichtigung. Der langfristige Erfolg von Gesamtvergütungsausweisen hängt wesentlich von der konzeptionellen Gestaltung ab. Dabei sind Konzeption, Datenverfügbarkeit, IT-Technik und Kommunikationsmedien eng miteinander verwoben. Für den Erfolg wichtige Kernfragen müssen bereits in einer frühen Projektphase beantwortet werden.
Die Kommunikation der bAV-Administration
- Veränderte Medien-Nutzungsgewohnheiten
- Höhere Ansprüche an Informationen und deren Aufbereitung
- Höhere zielgruppenspezifische Aufbereitung
- Mehr personenspezifische Informationen
- Stärkere Verbreitung von mobiler Kommunikation
- Verstärkter Einsatz von Employee Selfservice





